Was gibt’s Neues? Otfried Preußler und die Kinder- und Jugendliteratur der 1950er-Jahre - 03/2013

von: kopaed

kopaed - kjl&m. forschung.schule.bibliothek, 2013

ISBN: E03131864144X , 96 Seiten

Format: PDF, OL

Mac OSX,Windows PC für alle DRM-fähigen eReader Apple iPad, Android Tablet PC's Online-Lesen für: Mac OSX,Windows PC,Linux

Preis: 7,99 EUR

Mehr zum Inhalt

Was gibt’s Neues? Otfried Preußler und die Kinder- und Jugendliteratur der 1950er-Jahre - 03/2013


 

Otfried Preußler, geboren am 20. Oktober 1923, sollte zu seinem 90. Geburtstag in diesem Jahr auch von kjl&m ein Geburtstagsgeschenk bekommen: ein Heft, ihm persönlich gewidmet. Seit weit über einem Jahr hatte die Redaktion das geplant, doch dann verstarb Preußler am 18. Februar dieses Jahres. Feiern wollen wir ihn aber trotzdem. Über den allseits bekannten Kinder- und Jugendbuchautor ist schon viel geschrieben worden. Mehrere Generationen kennen seine Bücher, die Klassikerstatus erlangt haben. Sie sind übersetzt in mehr als 80 Sprachen, die Weltauflage dürfte inzwischen ca. 50 Millionen betragen, 13-mal stand Preußler auf der Liste für den Deutschen Jugendliteraturpreis, auch internationale Preise wie z. B. den Europäischen Jugendbuchpreis hat er bekommen. Kater Mikesch und Der Räuber Hotzenplotz haben unzählige Kinder über das Fernsehen bzw. die Augsburger Puppenkiste erreicht. Welche Bereicherung von Kindheiten! Von Anfang an war geplant, nicht nur über Preußler und seine Bücher Aufsätze einzuwerben, sondern die 1950er-Jahre sollten im Mittelpunkt stehen; ein Heft, verstanden als Beitrag zur Geschichtsschreibung der KJL, mit Blick auf die BRD, die DDR und Österreich. Die Entwicklung in der Schweiz wird im Heft über die KJL der 1960er-Jahre aufgegriffen, das 2014 erscheint. Zunächst würdigt Andrea Weinmann Preußler als Vertreter der neuen Autorengeneration nach 1945 und sucht nach Spuren seiner Generation und deren Erfahrungen im literarischen Werk. Sonja Müller stellt dar, wie Preußler mit seinem Frühwerk innerhalb der Theorieströmung des guten Jugendbuchs zu verorten ist. Neue Einblicke in die KJL Österreichs jener Jahre, jenseits von Auto- und Heterostereotyp, liefert Ernst Seibert. Entwicklungen in der DDR greifen drei Beiträge auf: Carsten Gansel beschreibt, wie in der DDR eine neue KJL entstand und welchen Stellenwert dabei Strittmatters noch heute bekanntes Buch Tinko einnahm. Im Mittelpunkt des Beitrags von Eva Maria Kohl steht Ludwig Renn, dessen Kinderbücher im Gegensatz zu denen von Strittmatter weitgehend in Vergessenheit geraten sind. Und Reiner Neubert richtet den Blick auf ausgewählte biografische Sachbücher. Gundel Mattenklott untersucht anhand einiger Bücher aus den fünf ersten Preisverleihungen des 1955 gegründeten Deutschen Jugendbuchpreises, inwiefern sie der komplexen Weltlage der 1950er-Jahre Rechnung tragen. Dass mit Josef Hegenbarth ein Grafiker und Illustrator auch auf dem Bilderbuchmarkt künstlerisch tätig war, der aus kinder- und jugendliterarischer Perspektive weitgehend ohne Bedeutung blieb, führt Michael Ritter vor. Wie sich Erich Kästner in jenen Jahren für die KJL engagierte und wie er sich positionierte, ist den Ausführungen von Sebastian Schmideler zu entnehmen. Mit neuen Forschungserkenntnissen im Hinblick auf rassistische Elemente in der 1955 in der DDR gegründeten sozialistischen Bilderzeitschrift MOSAIK wartet Jens Mätschke auf. Editorial von Petra Josting